
Da die Bienen aktuell damit beschäftigt sind, sich warm zu halten, kann ich, wie bereits angekündigt, gar nicht so viel in Sachen Bienen tun.
Aber Bienenprodukte verarbeiten kann ich!
Heuer konnte ich von meinen Bienen nicht sehr viel ernten- den Honig habe ich ihnen gelassen, ein klein wenig Wachs und Propolis konnte ich abstauben. Leider viel zu wenig, als dass ich damit viel anfangen könnte.
Ich habe mir im Sommer ein großes Paket Bio-Mittelwände gekauft- ein schöner Fehlkauf, da ich auf Naturwabenbau setze, das macht Mittelwände überflüssig (außer vielleicht mal als Steighilfe für den Honigraum).
Diese Mittelwände mussten heute dran glauben- zumindest ein Teil davon- sie wurden eingeschmolzen und zu Kerzen gegossen. Genauer gesagt, ergab eine Mittelwand eine Kerze.
Ich denke nicht, dass ich genauer darauf eingehen muss, wie ich die Kerzen gegossen habe…. ich tu es trotzdem:
Anleitung zum Kerzengießen:
Benötigtes Material:
- Bienenwachs (bestenfalls aus der eigenen Ernte- dann bitte gut gefiltert! Fremdstoffe im Wachs verursachen rußende Kerzen)
- Gussformen (z.B. aus Silikon. Ich habe Kerzengläschen verwendet, weil ich davon einige übrig hatte)
- Kerzendocht (Ich habe Teelichtdochte genommen)
- Topf/Schüssel für das Wasserbad (darin wird das Wachs geschmolzen- kein Eisen- das macht das Wachs grau)
- Passenden Topf für den Schmelztiegel
Das Wachs in den Schmelztiegel geben und über dem Wasserbad schmelzen lassen.
Währenddessen die Formen mit den Dochten bestücken. Darauf achten, dass der Docht mittig liegt, damit die Kerze schön gleichmäßig runterbrennt. Am Besten noch mit Zahnstochern fixieren damit nichts verrutscht.
Bei den Teelichtdochten bietet es sich an, das Metallstück kurz in das geschmolzene Wachs zu tauchen und dann in das Gläschen zu geben, so ist der Docht fixiert.
Wenn das Wachs vollständig geschmolzen ist, vorsichtig in die Formen gießen. Danach die Formen stehen lassen bis das Wachs wieder fest ist.
Voilà! Fertig sind die wunderbar duftenden Bienenwachskerzen.
